Französische Präpositionen richtig verwenden - mit Beispielen

Ein Leitfaden zu französischen Ortspräpositionen, der einer lächelnden Schülerin hilft, sich auf Französisch zu orientieren.

Geschrieben von

Dietrich Röder

Veröffentlicht am

29. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

Ob à Paris, en France oder depuis trois jours: Französische Präpositionen sind kurz, entscheiden aber oft darüber, ob ein Satz richtig klingt. Ich zeige dir die wichtigsten Formen für Orte, Zeiten, Richtungen und feste Verbindungen und erkläre dabei auch die typischen Fehler, die deutschsprachigen Lernenden besonders häufig passieren.

Die wichtigsten Regeln auf einen Blick

  • à steht meist vor Städten, en vor weiblichen Ländern und au/aux vor männlichen Ländern oder Ländern im Plural.
  • de, du, des geben häufig die Herkunft an: de Berlin, du Canada, des États-Unis.
  • au = à + le, aux = à + les, du = de + le und des = de + les.
  • Bei Zeitangaben helfen feste Muster wie en 2026, à huit heures und depuis lundi.
  • Viele Verben und Adjektive verlangen eine bestimmte Präposition, die man am besten als feste Verbindung lernt.

Wofür französische Präpositionen gebraucht werden

Präpositionen verbinden Wörter und zeigen, wie Personen, Dinge, Orte oder Zeiten zueinander stehen. Im Deutschen reicht oft eine einzige Formulierung, während das Französische genauer zwischen Ort, Richtung, Herkunft und Dauer unterscheidet.

Die wichtigsten einfachen Präpositionen sind à, de, en, dans, sur, sous, chez, avec, sans, pour, par, entre und contre. Ihre Bedeutung lässt sich nicht immer eins zu eins übersetzen. „In“ kann zum Beispiel en oder dans heißen, je nachdem, ob ein Land oder ein begrenzter Raum gemeint ist.

Präposition Typische Bedeutung Beispiel
à zu, an, in Je vais à l’école.
de aus, von, über Je viens de Berlin.
en in, mit, während Elle habite en France.
dans in, innerhalb Le livre est dans le sac.
chez bei, zu einer Person oder Berufsgruppe Nous allons chez Paul.
pour für, zu einem Zweck C’est pour toi.

Ich empfehle, Präpositionen nicht isoliert auswendig zu lernen. Eine Verbindung wie penser à quelqu’un bleibt deutlich besser im Gedächtnis, wenn du sie direkt mit einem vollständigen Beispielsatz übst.

Orte und Länder richtig mit à, en, au und aux verbinden

Bei Ortsangaben entscheidet vor allem die Art des Ortes. Vor Städten steht normalerweise à, unabhängig davon, ob der Stadtname im Deutschen männlich oder weiblich wirkt: à Paris, à Berlin, à Lyon.

Bei Ländern spielt dagegen das grammatische Geschlecht eine Rolle. Weibliche Ländernamen stehen meist mit en, männliche Ländernamen mit au und Ländernamen im Plural mit aux.

Ortstyp Präposition Beispiel Übersetzung
Stadt à à Marseille in/nach Marseille
weibliches Land en en Allemagne in/nach Deutschland
männliches Land au au Canada in/nach Kanada
Land im Plural aux aux États-Unis in/nach die Vereinigten Staaten

Die Endung -e ist ein nützlicher Hinweis auf ein weibliches Land, aber keine hundertprozentige Garantie. Deshalb solltest du den Ländernamen möglichst zusammen mit seinem Artikel lernen: la France, l’Allemagne, le Canada, les États-Unis.

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Herkunft mit de, du und des ausdrücken

Für die Herkunft wird das Muster verändert. Vor Städten steht de: Je viens de Paris. Bei Ländern lautet die Kombination de vor einem weiblichen Land, du vor einem männlichen Land und des vor einem Land im Plural.

  • Je viens de France. Ich komme aus Frankreich.
  • Il revient du Japon. Er kommt aus Japan zurück.
  • Nous arrivons des Pays-Bas. Wir kommen aus den Niederlanden.

Genau hier entstehen viele Fehler. „Je vais à France“ ist nicht korrekt, weil bei einem weiblichen Land en France verwendet wird. Bei Kanada heißt es dagegen au Canada, bei der Herkunft du Canada.

Die wichtigsten Verschmelzungen mit dem bestimmten Artikel

Französische Präpositionen verschmelzen teilweise mit dem bestimmten Artikel. Diese Formen musst du nicht als komplizierte Sonderfälle betrachten. Es handelt sich um feste Kombinationen, die in normalen Sätzen ständig vorkommen.

Grundform Verschmolzene Form Beispiel
à + le au au cinéma
à + les aux aux enfants
de + le du du professeur
de + les des des élèves
à + la à la à la gare
de + la de la de la maison

Vor einem Vokal oder einem stummen h wird de zu d’: d’école, d’Italie. Bei à bleibt die Schreibweise vor einem Vokal erhalten, etwa in à l’aéroport. Entscheidend ist also nicht nur die Bedeutung, sondern auch der folgende Artikel und Laut.

Ein Satz wie Je parle aux élèves enthält gleich zwei Informationen: Das Verb parler wird mit à verbunden, und à + les élèves wird zu aux élèves. Solche Beispiele sind besonders hilfreich, weil sie Grammatik und Wortschatz miteinander verknüpfen.

Zeitangaben mit en, à, depuis und pendant

Bei Zeitangaben ist die Übersetzung aus dem Deutschen oft eine Falle. Für Jahre, Monate und Jahreszeiten wird meistens en verwendet: en 2026, en juillet, en hiver. Eine Ausnahme bilden manche festen Wendungen, zum Beispiel au printemps.

Ausdruck Verwendung Beispiel
à Uhrzeit à neuf heures
en Jahr, Monat, Jahreszeit oder Dauer bis zum Abschluss en 2026, en mai, en deux heures
depuis Beginn in der Vergangenheit mit Fortdauer bis heute depuis lundi
pendant begrenzte Dauer pendant trois jours
avant vor einem Zeitpunkt avant midi
après nach einem Zeitpunkt après le cours

Der Unterschied zwischen depuis und pendant ist besonders wichtig. J’étudie le français depuis deux ans bedeutet, dass ich seit zwei Jahren lerne und vermutlich noch weitermache. J’ai étudié pendant deux ans beschreibt dagegen eine abgeschlossene Lernphase.

Bei einer Zeitspanne bis zum Abschluss passt häufig en: J’ai fini le devoir en trente minutes. Das heißt, dass ich die Aufgabe innerhalb von 30 Minuten fertiggestellt habe, nicht bloß, dass ich 30 Minuten lang daran gearbeitet habe.

Feste Präpositionen nach Verben und Adjektiven

Viele Präpositionen lassen sich nicht allein anhand ihrer deutschen Übersetzung bestimmen. Das Verb entscheidet über die Konstruktion. Deshalb sind feste Verbindungen oft wichtiger als lange Listen einzelner Wörter.

Verbindung Bedeutung Beispiel
parler à quelqu’un mit jemandem sprechen Je parle à ma sœur.
parler de quelque chose über etwas sprechen Nous parlons de musique.
penser à an jemanden oder etwas denken Je pense à mes vacances.
avoir besoin de etwas brauchen J’ai besoin d’aide.
commencer à beginnen, etwas zu tun Elle commence à lire.
essayer de versuchen, etwas zu tun J’essaie de comprendre.
être fier de stolz auf etwas sein Il est fier de son travail.

Ein klassisches Beispiel ist penser à und penser de. Que penses-tu de ce film? fragt nach einer Meinung. Je pense à ce film bedeutet dagegen, dass der Film in meinen Gedanken auftaucht. Die kleine Präposition verändert hier die Aussage deutlich.

Bei Infinitivkonstruktionen helfen ebenfalls feste Muster. Nach à stehen zum Beispiel apprendre à parler und réussir à répondre. Nach de stehen unter anderem décider de partir und oublier de fermer. Ich würde diese Kombinationen immer mit dem Verb zusammen lernen, nicht erst später ergänzen.

Typische Fehler und eine Lernmethode, die wirklich hilft

Der häufigste Fehler besteht darin, deutsche Präpositionen direkt zu übertragen. „Ich fahre nach Frankreich“ wird nicht mit einer wörtlichen Entsprechung gebildet, sondern heißt Je vais en France. Ebenso sagt man à vélo oder en voiture, obwohl beide Ausdrücke im Deutschen mit „mit“ übersetzt werden können.

  • à Paris, nicht en Paris
  • en Allemagne, nicht à Allemagne
  • au Mexique, nicht à le Mexique
  • aux États-Unis, nicht à les États-Unis
  • chez le médecin, wenn der Arzt als Person oder Institution gemeint ist
  • dans la salle, wenn es um einen klar begrenzten Raum geht

Für das Lernen empfehle ich ein kleines Karteikartensystem mit drei Spalten. In die erste Spalte kommt die Verbindung, in die zweite ein Beispielsatz und in die dritte eine kurze deutsche Bedeutung. Schon 10 Minuten an drei Tagen pro Woche sind meist wirksamer als eine lange Lerneinheit kurz vor der Klassenarbeit.

Beim Üben solltest du immer zwischen drei Fragen unterscheiden: Wo?, Wohin? und Woher? Danach prüfst du bei Ländern zusätzlich Geschlecht und Zahl. Diese Reihenfolge verhindert, dass du vorschnell eine deutsche Präposition übersetzt und dabei den französischen Satzbau übersiehst.

Die kleine Merkhilfe für den nächsten französischen Satz

Für Städte kannst du dir zunächst à und de merken: à Lyon, aber de Lyon. Bei Ländern hilft die Reihe en, au, aux für den Ort und de, du, des für die Herkunft.

Wenn du unsicher bist, suche nicht nach einer einzelnen Präposition, sondern nach dem vollständigen Muster. Verb plus Präposition plus Beispiel ist die zuverlässigste Einheit, weil du dadurch gleichzeitig Bedeutung, Artikel und Satzrhythmus lernst.

Wer diese wenigen Grundmuster sicher beherrscht und sie regelmäßig in eigenen Sätzen verwendet, macht bei französischen Präpositionen schnell deutlich weniger Fehler. Genau diese sichere Basis trägt später auch bei längeren Texten, Aufsätzen und Gesprächen.

Häufig gestellte Fragen

Vor Städten steht normalerweise à, zum Beispiel à Paris oder à Berlin. Bei Ländern verwendet man en für weibliche Länder, au für männliche Länder und aux für Ländernamen im Plural, etwa en France, au Canada und aux États-Unis.

Vor Städten steht de, zum Beispiel de Paris. Bei Ländern heißt es de France, du Canada und des États-Unis. Dabei sind du und des Verschmelzungen von de + le und de + les.

Depuis bezeichnet einen Beginn in der Vergangenheit mit Fortdauer bis heute: J’étudie le français depuis deux ans. Pendant steht für eine begrenzte, abgeschlossene Dauer, während en häufig die Zeit bis zum Abschluss ausdrückt, etwa in J’ai fini le devoir en trente minutes.

Viele Verben sollten zusammen mit ihrer Präposition gelernt werden. Beispiele sind parler à quelqu’un, parler de quelque chose, penser à, avoir besoin de, commencer à und essayer de. Die Präposition kann die Bedeutung verändern: penser à bedeutet an etwas denken, penser de nach einer Meinung fragen.

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Dietrich Röder

Mein Name ist Dietrich Röder und ich bringe neun Jahre Erfahrung im Bereich Bildung mit. Schon früh habe ich eine Leidenschaft für das Lehren und Lernen entwickelt, was mich dazu motiviert hat, komplexe Themen verständlich zu erklären. Besonders interessiere ich mich für die Herausforderungen, vor denen Schüler und Lehrer stehen, und ich finde es spannend, Lösungen zu erarbeiten, die den Unterricht bereichern. In meinen Beiträgen auf matheblatt.de konzentriere ich mich darauf, aktuelle Trends und bewährte Methoden im Bildungsbereich zu beleuchten. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen sorgfältig zu prüfen und zu vergleichen, um sicherzustellen, dass sie sowohl nützlich als auch präzise sind. Mein Ziel ist es, Wissen klar und zugänglich zu organisieren, damit Leser die Themen leicht nachvollziehen können. Ich bin überzeugt, dass Bildung der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft ist, und ich freue mich, meine Erkenntnisse mit Ihnen zu teilen.

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