Wer den Sommerurlaub mit schulpflichtigen Kindern plant, muss in Deutschland genau auf den Ferienkalender schauen. 2026 beginnen die Sommerferien am frühesten in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, und zwar gleichzeitig. Ich ordne die Termine der Bundesländer ein, erkläre die Staffelung und zeige, worauf Familien bei der Planung achten sollten.
Die frühesten Sommerferien 2026 starten Ende Juni
- 29. Juni 2026: Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland beginnen als Erste.
- Kein einzelner Spitzenreiter: Drei Bundesländer teilen sich den frühesten Starttermin.
- Spätester Beginn: Bayern startet erst am 3. August 2026.
- Grund der Staffelung: Ferienzeiten werden wegen Schule, Verkehr und Tourismus verteilt.
- Wichtig: Angegeben sind jeweils der erste und der letzte Ferientag.
Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland starten 2026 am frühesten
Die klare Antwort lautet für 2026 nicht auf ein einziges Bundesland. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland beginnen die Sommerferien am Montag, den 29. Juni, und enden am 7. August.
Damit haben diese drei Länder den frühesten Ferienbeginn in Deutschland. Für Familien bedeutet das einen praktischen Vorteil, wenn sie früh im Sommer verreisen möchten. Gleichzeitig liegen die Preise und die Nachfrage in den ersten Ferienwochen oft niedriger als in der Hochsaison im Juli und August, wobei das natürlich vom Reiseziel abhängt.
So staffeln sich die Sommerferien im Jahr 2026
Die Kultusministerkonferenz veröffentlicht die Ferientermine für alle 16 Länder. Die folgende Übersicht zeigt die Sommerferien 2026 in der Reihenfolge ihres Beginns. Der erste Wert bezeichnet den ersten Ferientag, der zweite den letzten Ferientag.
| Bundesland | Sommerferien 2026 |
|---|---|
| Hessen | 29.06. bis 07.08. |
| Rheinland-Pfalz | 29.06. bis 07.08. |
| Saarland | 29.06. bis 07.08. |
| Bremen | 02.07. bis 12.08. |
| Niedersachsen | 02.07. bis 12.08. |
| Sachsen | 04.07. bis 14.08. |
| Sachsen-Anhalt | 04.07. bis 14.08. |
| Schleswig-Holstein | 04.07. bis 15.08. |
| Thüringen | 04.07. bis 14.08. |
| Berlin | 09.07. bis 22.08. |
| Brandenburg | 09.07. bis 22.08. |
| Hamburg | 09.07. bis 19.08. |
| Mecklenburg-Vorpommern | 13.07. bis 22.08. |
| Nordrhein-Westfalen | 20.07. bis 01.09. |
| Baden-Württemberg | 30.07. bis 12.09. |
| Bayern | 03.08. bis 14.09. |
Eine kleine Besonderheit gibt es in Schleswig-Holstein. Auf Sylt, Föhr, Amrum, Helgoland und den Halligen gelten teilweise abweichende Regelungen. Wer dort eine Schule besucht, sollte deshalb den regionalen Ferienplan zusätzlich prüfen.
Warum beginnen die Ferien in Deutschland zu unterschiedlichen Zeiten
In Deutschland sollen nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig in die Sommerferien starten. Die Kultusministerkonferenz nutzt dafür ein rollierendes System mit fünf Ländergruppen. Die Gruppen wechseln ihre Position im Ferienzeitraum, sodass nicht jedes Jahr dieselben Länder als Erste oder Letzte beginnen.
Hinter der Staffelung stehen mehrere Gründe. Der Reiseverkehr verteilt sich über einen längeren Zeitraum, Ferienorte werden nicht an einem einzigen Wochenende überlastet und Familien finden eher freie Unterkünfte. Auch Schulen profitieren von einer planbaren Abfolge der Unterrichts- und Prüfungszeiten.
Nach Angaben der Kultusministerkonferenz dauern die Sommerferien mindestens sechs Wochen. Bayern und Baden-Württemberg liegen traditionell am Ende des Zeitraums, weil dort meist zweiwöchige Pfingstferien stattfinden. So bleibt zwischen Pfingst- und Sommerferien genügend Zeit für Unterricht, Leistungsnachweise und Prüfungen.
Was die Ferienstaffelung für Familien praktisch bedeutet
Für die Urlaubsplanung ist der Ferienbeginn allein nicht entscheidend. Ich würde immer auch das Ferienende, die Feiertage und den ersten Schultag danach einbeziehen. Ein Rückflug am letzten Ferientag kann unnötig stressig werden, besonders wenn die Fahrt vom Flughafen nach Hause mehrere Stunden dauert.
Familien mit Kindern in verschiedenen Schulen sollten außerdem prüfen, ob beide Schulen demselben Ferienkalender folgen. Das ist vor allem bei einem Wechsel des Wohnorts, einer grenznahen Region oder unterschiedlichen Schulformen wichtig. Die Ferien des Reiseziels ersetzen nicht die Schulferien am Schulort.
- Den Ferienkalender des Bundeslandes prüfen, in dem das Kind zur Schule geht.
- Bei Inseln und Sonderregionen nach abweichenden Regelungen schauen.
- Den ersten Unterrichtstag nach der Reise großzügig einplanen.
- Bei Geschwistern mit unterschiedlichen Schulen beide Kalender vergleichen.
Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass ein Nachbarbundesland mit früheren Ferien automatisch zusätzliche freie Tage ermöglicht. Das stimmt nicht. Die Schulpflicht richtet sich grundsätzlich nach der besuchten Schule und ihrem offiziellen Ferienplan.
So lässt sich der richtige Termin schnell überprüfen
Für eine verlässliche Planung reichen meist drei Angaben. Zuerst kommt das Bundesland der Schule, danach der genaue Ferienzeitraum und zuletzt der erste Unterrichtstag nach den Ferien. Bei besonderen Regionen oder privaten Schulen lohnt sich ein zusätzlicher Blick in den eigenen Schulkalender.
- Frühester Start 2026: 29. Juni in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.
- Mittlere Termine: Anfang bis Mitte Juli in mehreren Ländergruppen.
- Spätester Start 2026: 3. August in Bayern.
Wer diese Reihenfolge kennt, kann Reisen, Betreuung und Lernzeiten deutlich entspannter organisieren. Für schulische Planung zählt am Ende immer der konkrete Kalender des Bundeslandes, nicht nur die allgemeine Ferienregelung für Deutschland.